DIAMO
Diaphragm Modeling
Modellierung von Scheiben in Holztafelbauart

Willkommen bei DIAMO

Diese Webseite widmet sich allen, die sich mit dem Einsatz und der Konstruktion von Holztafeln im Wohnhausbau beschäftigen. Ingenieure, Architekten, Professoren und Studenten finden hier Produkte die Ihnen bei Fragen zum Tragverhalten und der Konstruktion von Wand-, Decken- und Dachtafeln Lösungen anbieten.

Bauen mit Holztafeln

Das Bauen mit Holztafeln hat in Europa im Laufe des 20. Jahrhunderts eine große Akzeptanz insbesondere im Wohnhausbau wegen des hohen fertigungstechnologischen Niveaus gefunden. Gebäude in Holztafelbauart bestehen in ihren wesentlichen Teilen aus vorgefertigten Tafeln, das sind einseitig oder beidseitig mit Holz- oder Gipswerkstoffplatten beplankte Holzrippen (Bundesverband Deutscher Fertigbau e. V. 2001). Werden keine Tafeln vorgefertigt, sondern werden alle Holzrippen in Form von Wandstielen, Rähmen, Deckenbalken und Sparren Stück für Stück auf der Baustelle montiert und anschließend mit Holz- oder Gipswerkstoffplatten beplankt, so wird dies als Holzrahmenbau bezeichnet (Bund Deutscher Zimmermeister 2001). Der Übergang vom Holztafelbau zum Holzrahmenbau ist fließend.

Obwohl die Holztafeln eine wichtige statische Funktion im Rahmen der Lastabtragung eines Gebäudes besitzen, fällt es bis heute planenden Ingenieuren und Architekten ebenso wie ausführenden Ingenieuren und Mitarbeitern von Holzbauunternehmen schwer, einen Zugang zum Tragverhalten von Holztafeln zu finden. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass bis heute keine im Sinne der Baustatik geschlossene Theorie zur Beschreibung ihres Tragverhaltens und zur Bestimmung ihrer Tragfähigkeit und Steifigkeit entwickelt wurde.

DIAMO hilft Ihnen, einen Zugang zum Tragverhalten von Holztafeln zu finden.


Was ist DIAMO

Der Begriff DIAMO steht für Diaphragm Modeling. Darunter ist die Modellierung von Scheiben in Holztafelbauart zu verstehen. Diaphragm ist der englische Begriff für Scheibe.

Bausatz Zur Erleichterung des Zugangs zum Tragverhalten von Holztafeln soll der Modellbausatz DIAMO dienen, mit dessen Hilfe Tafeln unterschiedlichster Konstruktion und Lagerung modelliert werden können.


Fachbuch Eine zweisprachige schriftliche Anleitung zum Bau von charakteristischen Modellen und ihrem Studium soll es ohne oder mit theoretischer Vorbildung ermöglichen, das Tragverhalten von Holztafeln durch Anschauung zu begreifen und ein Gespür für das Tragverhalten zu entwickeln.

Das Verständnis des Tragverhaltens von Holztafeln ist eine wesentliche Voraussetzung

Bei den hier vorgestellten Modellen handelt es sich um Minimalkonstruktionen von Tafeln. Sie bestehen aus genau so vielen Bauteilen und Verbindungsmitteln, dass sich die für das Verständnis des Tragverhaltens entscheidenden Effekte gerade einstellen können. Würden die Modelle ein Teil zu viel oder zu wenig enthalten, wären die einzelnen Effekte nicht mehr sichtbar und damit nicht erlebbar. Bei der Konzeption der Tafelmodelle spielte also die Erfüllung didaktischer Anforderungen eine wichtige Rolle. Dieses Bestreben wurde aber immer der Anforderung untergeordnet, dass die Tafelmodelle das Tragverhalten wahrer Tafeln mit ihrer Vielzahl von Bauteilen und Verbindungsmitteln richtig wiedergeben und es keinesfalls verfälschen.

Die unterschiedlich gewählten Modelle des Verbundes von Beplankung und Rippen sollen zeigen, wann die Beplankung senkrecht zum Plattenrand und wann sie ausschließlich parallel zum Plattenrand beansprucht wird. Insbesondere wird dabei der Frage nachgegangen, ob eine Tafel auch dann steif und tragfähig ist, wenn der Verbund durch die Wahl des Modells überhaupt nur parallel zum Plattenrand beansprucht werden kann.

Bei der Untersuchung der hier vorgestellten unterschiedlichen Verbundmodelle geht es letztlich um die Beantwortung der Frage, unter welchen Voraussetzungen die Beanspruchungen senkrecht zum Plattenrand unbeachtet bleiben dürfen. Hierauf eine Antwort geben zu können, ist deshalb so wichtig, weil die Bestimmung dieser bei richtiger Wahl der Konstruktion sekundären Beanspruchung in der Regel mit erheblichem Aufwand verbunden ist.

Die notwendigen konstruktiven und statischen Schlussfolgerungen aus dem beschriebenen Tragverhalten der Modelle sind nicht Gegenstand dieser Anleitung. Bei solchen Schlussfolgerungen ist zu beachten, dass die hier auf die Modelle einwirkenden Kräfte immer nur in einer Richtung und in dem der Kraft zugewandten Knoten wirken.

Die konstruktiven und statischen Auswirkungen bei Umkehrung der Richtung der Kraft und Änderung der Krafteinleitung sind u. a. bei Windeinwirkungen immer zu berücksichtigen.

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